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La Biblioteca Civica di Casarsa e il Centro Studi Pasolini
. Casarsa della Delizia Das Gebäude, das von allen als Haus des Pier Paolo Pasolini angegeben wird ist in Wirklichkeit sein Geburtshaus. Die Parzelle wurde schon in der ersten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts bebaut, aber mit ganz anderer Beschaffenheit als das aktuelle Gebäude. Das Haus Colùs oder Colussi, von welchem das bestehende Gebäude abstammt, wurde Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts erbaut und wird sehr stark durch die Luftwehrbombardierung des 5. März 1945 beschädigt, um dann sofort nach dem Krieg restauriert zu werden. Trotzdem ist das Großelternhaus mütterlicher Seite für Pasolini ein sehr wichtiger und bedeutungsvoller Ort in seinem Leben gewesen, und zwar in den entscheidenden Jahren der sozialen, kulturellen und politischen Erfahrungen. Diese Haus zu besuchen hat dem Dichter gestattet eine entscheidende Beziehung zwischen seiner akademischen, hohen und bürgerlichen Kultur und der bäuerlichen Wirklichkeit von Casarsa zu schließen. Pasolini verbringt während dem Schuljahr 1928-1929 das erste Mal ein ganzes Jahr in Casarsa, nachdem der Vater Carlo Alberto ökonomischer Probleme hat. Ab 1933 verbringt dann der junge Pasolini mit seiner Mutter und dem Bruder Guido Alberto üblicherweise seine Sommerferien hier. Da der Vater Kriegsgefangener in Kenya ist, entscheiden Susanna und die Söhne im Sommer 1943, endgültig nach Casarsa umzuziehen, aus Angst vor der Bombardierung der Bologna ausgesetzt wurde, die Stadt in der sie Wohnsitz hatten. Die Erfahrung in Casarsa schließt sich Anfang 1950 ab, als Pier Paolo Pasolini in Begleitung seiner Mutter Susanna nach Rom flieht, nachdem er von der Anklage verfolgt wurde Unzucht getrieben zu haben. In den darauffolgenden Jahren bis zu seinem Tode im Jahre 1975 macht Pasolini ab und zu in Casarsa Stippvisiten, um die Verwandten zu besuchen, manchmal in Begleitung von bekannten Schauspielpersönlichkeiten, wie Maria Callas. Im Jahre 1993 hat die Provinzverwaltung von Pordenone das Haus Colussi erworben, und hat mit dem Beitrag der autonomen Region Friuli Venezia Giulia eine Reihe von außerordentlichen Instandhaltungsarbeiten durchgeführt, die 1999 mit der Wiederherstellung des Hauptgebäudes des Baukomplexes beendet wird. Die Vervollständigung dieser Instandhaltung sieht die Wiederherstellung des äußeren Gartens, sowie die kleine Akademie von Lenga Furlana und die Erschaffung einer modernen Struktur, die am Hauptteil angrenzen soll, vor. Schon 1994 hatten die Provinzverwaltung von Pordenone und die Gemeinde von Casarsa della Delizia schon eine Zusammenarbeitvereinbarung abgeschlossen, welche nun erneuert und integriert wurde, um das „Studienzentrum Pier Paolo Pasolini“ ins Leben zu rufen und andere Initiativen zu entwickeln, welche die Persönlichkeit und das Werk des Dichters betreffen. Das Studienzentrum besitzt eine reichliche Sammlung an originalem Material, in welchem „Quaderni Rossi“(Rote Hefte), “Poesie di Casarsa” (Gedichte aus Casarsa), das teatralische friaulische Werk “I Turcs tal Friuli” (Die Türken im Friaul) hervorstechen und, generell, die komplexe Gedichtsproduktion der Zeitspanne in Casarsa , welche für viele Historiker und Begeisterte von sicherem Interesse sein werden. Weiterhin, sind die ersten Druckausgaben der Werke von „Poesie a Casarsa“ bis zu den „Stroligut“ aufbewahrt, und mit allen Ausgaben der nachfolgenden Jahre erweitert. Für die Vervollständigung muß die komplette Filmographie mit Zugabe anderer interessanter und gefilmter Dokumente signalisiert werden, sowie die Artikelquerschnitte der italienischen Presse von und über Pasolini, die bis zu unseren Tagen gesammelt wurden, und die Doktorarbeiten, die an den verschiedenen Ausgaben des „Premio Nazionale Tesi di Laurea Pier Paolo Pasolini“(Nationale Auszeichnung für Doktorarbeiten Pier Paolo Pasolini) teilgenommen haben. Im Erdgeschoß ist eine ständige Ausstellung untergebracht, die in drei thematische Räume aufgeteilt ist, die die vielfältige Tätigkeit von Pasolini abbildet. Es ist möglich die Gemälde und die Tuschzeichnungen zu bewundern, welche in den in Casarsa verbrachten Jahren realisiert wurden, und die politischen Plakate, die normalerweise unter der alten Gemeindehalle von San Giovanni angeschlagen wurden. Die Ausstellung wird mit einer reichlichen Sektion an photographischen Bildern von Pasolini und seiner Familie und einer weiteren Abteilung vervollständigt, die der pädagogischen und literarischen Aktivität der friaulischen Jahre gewidmet ist, mit Abbildungen der wichtigsten Orte der lokalen Umgebung, die einen großen Anteil in den Lyriken und der pasolinischen Prosa finden, wie zum Beispiel Versutta, die alte Kirche von Santa Croce, li Fondis, der Friedhof von Casarsa, der Tagliamento und die umliegenden Dörfer. Projekt und Einrichtung der
Austellungsabteilung gepflegt von Arch. Massimiliano Pavon, Texte
und wissenschaftliche Beratung von Prof. Giuseppe Mariuz mit der Zusammenarbeit
und der Koordinierung der Kultursektion der Stadt Casarsa della Delizia
und dem Kulturservice der Provinzverwaltung Pordenone.
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